Spuren

Welche Spuren das letzte Jahr hinterließ, werden wir wohl erst rückblickend einschätzen können. Aber die Natur wartet  nicht. Eine Wein-Rebe gibt in jedem Jahr immer alles und immer von vorn. Das bewundern wir und dafür sind wir dankbar.

Mit dem Verkaufsstart für den 2020er Jahrgang ändern wir ein wenig unsere Spurweite,  wir justieren – metaphorisch gesprochen – die Richtung nach. Ja, wir lieben unser Etikett und wir bekamen viel Zuspruch dafür. Inzwischen ist  schließlich die Rebe, die unsere Tochter Anna für uns entworfen und gezeichnet hat,  ein Markenzeichen geworden.

Aber irgendwie schlich sich eine Unruhe ein: Wie können wir transportieren, dass der Weingenussmensch gerade einen unserer unkomplizierten Basisweine im Glas hat oder doch den monatelang im Holz gereiften Spätburgunder aus der Super-Steil-Lage mit dem Mini-Ertrag?! Wir kamen an Grenzen – die Spur passte nicht mehr so richtig.

Deswegen gibt es in diesem Jahr die größte Neuerung seit Bestehen unseres kleinen Weingutes. Mit dem achten im Verkauf stehenden Jahrgang führen wir eine Klassifikation ein. Selbstverständlich bleibt die Rebe unsere treue Begleiterin ♥

Es gibt nun unsere HANDWERKE, die GESELLENSTÜCKE und die MEISTERKLASSE-Weine.

Der Jahrgang ist gefüllt (bis auf die Meisterklasse, die hat noch etwas Zeit), die Etiketten sind drauf und die Bestellliste ist online. Für 2021 haben wir außerdem hoffnungsvoll ein paar Termine geplant. In den nächsten Wochen werden wir unsere Webseite mit den Produktfotos und weiteren Beschreibungen ergänzen.

Vielleicht verraten wir an dieser Stelle einfach mal, dass es unglaublich aufregend war,  diesen Weg zu gehen, den Schritt zu machen, neben die Spur zu treten und auch die hinter uns liegenden Spuren zu beachten und wertzuschätzen.  Wir danken von Herzen allen, die uns bis hierher begleitet haben und hoffen inständig, dass wir unser Motto bald wieder mit Leben füllen können:

Wir lieben es, wenn sich Menschen begegnen. Deswegen machen wir Wein. Mit Leidenschaft.

Unsere perfekte Mischung aus Kräutern und Gewürzen …

… war gar nicht so leicht zu finden. Wir haben einfach alles gegeben und Sud um Sud gekocht, verkostet und verkostet und verkostet 😉

Als es endlich ZOOM gemacht hat (um es mal mit Klaus Lage zu sagen), hatten wir insgesamt dreizehn Ingredienzien aus der Kräuter- und Gewürzeküche im Topf. Wusstet ihr, dass der gewürzte Wein früher nur den wohlsituierten Bürger*innen vorbehalten war? Zum Glück sorgen die Winzer heutzutage dafür, dass Jedermensch in den Genuss eines heißen, handwerklich hergestellten und einwandfrei bekömmlichen Glühweins kommen kann. ALSO – trinkt nicht den Mist aus dem Billig-Tetrapack. Schaut bei euren Winzer*innen in der Region vorbei und deckt euch mit dem Gewürztrunk ein, dem heilende Kräfte zugeschrieben werden – der nächste Winter kommt bestimmt!

Bitte bleibt gesund!

Eure Bönschis
Andrea und Stefan ♥

Hier geht es zur Vorbestellung

Hinweis: Unser Glühwein ist nicht heißsteril abgefüllt. Somit ist er zum baldigen Verbrauch bestimmt. Einfach vorbestellen und vorsichtig mit nach Hause nehmen. TIPP: Flasche(n)/Kanister auf Balkon oder Terrasse in eine schattige Ecke stellen und demnächst austrinken 🙂 

Der Jahrgang 2020? Frost, Corona, Trockenheit, Waschbär!

Na wenigstens war der Sommer nicht ganz so heiß. Jetzt können wir noch ein wenig Daumendrücken gebrauchen – Riesling und Scheurebe sind noch ´draußen´. Alles andere blubbert schon im Keller ♥
Die Bilder zeigen unseren Grünen Veltliner im 4. Standjahr. Offensichtlich haben wir mit der Lage im Rauhental einen Glücksgriff für diese autochthone Rebsorte aus Österreich gelandet. Warum er „Grün“ heißt, konnten wir nicht abschließend recherchieren – für uns, weil die reifen Trauben in einem goldenen Grünton leuchten.

Apropos „reife Trauben“ – die fand auch der Waschbär im Goldgrund lecker und fraß flugs einige hundert Kilo Traminer weg – trotz der angebrachten und eigentlich gut verknüpperten Netze 😦

Auch die Trockenheit – inzwischen im dritten Jahr in Folge – ist deutlich spürbar. Die Erntemengen sind einfach recht niedrig. Der Frost auf unserer Lage in Niederwartha sorgte ja schon für schlechtere Startbedingungen. Wir werden deswegen das geplante Federweißerfest am 3. Oktober ausfallen lassen und bitten um Verständnis, dass wir den Wein lieber als Endprodukt in der Flasche hätten. Zumal einige Weine aus 2019 bereits komplett ausgetrunken sind. Was es noch gibt, seht ihr auf unserer Bestellseite, den Riesling HALBSTÜCK und den Grünen Veltliner haben wir vor kurzem gefüllt.

⇒ Stefans TIPP: Der Riesling aus dem Halbstück und der Zweimalrot sind hervorragende Lagerweine!

Eure Bönschis

Stefan & Andrea

Tage des offenen Weingutes 2020

WILLKOMMEN zu einer kleinen Variante der Tage des offenen Weingutes. Wir machen den Hof hübsch, stellen ein paar Biertische auf und kühlen unsere Weine ein. Samstag und Sonntag sind wir ab 10 Uhr für euch da.

Was es gibt: unseren Wein, einen kleinen Snack, ein feines Hygienekonzept
Was es nicht gibt: Kellerführungen, Dreierprobe, Musik

In diesem Jahr ist alles anders – wir können überhaupt nicht einschätzen, wie viele Menschen kommen und bitten um Verständnis, dass wir in unserem kleinen Hof nur begrenzte Plätze anbieten können. Bitte informiert euch kurzfristig auf unserer Webseite, ob die Veranstaltung tatsächlich stattfindet. Ihr erreicht Stefan für telefonische Rückfragen unter Tel. 0176 575 04329

Eure Bönschis
Stefan & Andrea

 

Rundfahrt zum Urlaubsende

Das war eine erfreuliche Rundfahrt über unsere verschiedenen Lagen. Die Reife beginnt, erste Beeren färben sich ein und werden weich. Unsere Junganlage in Meißen (die wir zum Frost mit Pappbechern abdeckten) hat sich nach dem letzten Regen richtig berappelt 🙂 Hier wäre wohl der konventionelle Weg gewesen, das „Unkraut“ kurz zu halten. Wir haben aber auf das Sensen verzichtet. Ja, dafür nahmen die Wild-Kräuter den kleinen Reben wohl auch etwas Wasser weg – gaben aber Schatten, Durchwurzelung und Morgentau. Diesen Versuch verbuchen wir somit unter „gelungen und ökologisch wertvoll“!

Wir sind gespannt, wie es nun im Endspurt weitergeht – Danke für euer Daumendrücken!

Stefan & Andrea Bönsch

Warum wir noch warten

Liebe Genussmenschen,

allerorten wird gelockert und eine Vielzahl von Hygienekonzepten wird auf geduldiges Papier gebracht. Ja – auch für uns gäbe es die Möglichkeit, unseren kleinen Ausschank wieder zu öffnen. Mit allerlei Auflagen, aber immerhin. Wir haben uns derzeit trotzdem schweren Herzens dagegen entschieden, die Weine einzukühlen, unseren Hof für euch zu dekorieren und den Flammkuchenofen anzuheizen.

Der Grund dafür ist, dass in unserem kleinen Betrieb die komplette Hauptarbeit bei Stefan liegt. Derzeit „brummt der Berg“ – die Vegetation schießt, die Laubwände müssen gebändigt werden, der Boden braucht Zuwendung und und und  – der Grundstein für gesundes, qualitativ hochwertiges Traubengut wird jetzt gelegt. Das Risiko, dass Stefan aufgrund eines Corona-Falls in Quarantäne muss, ist einfach zu hoch. Wir können es uns einen solchen Ausfall schlicht nicht leisten. Schließlich möchtet ihr auch 2021 feine Weine im Glas haben.

Wir hoffen sehr, dass wir uns bald gesund und munter wiedersehen. Als Trostpflästerchen liefern weiterhin ab 12 Flaschen versandkostenfrei (schaut einfach mal unter „Weinbestellung“)

Achso – unser 2018er Zweimalrot ist gefüllt (wir sind begeistert ♥).

Bis bald – eure Bönschis

WIR LIEBEN ES, WENN SICH MENSCHEN BEGEGNEN. DESWEGEN MACHEN WIR WEIN. MIT LEIDENSCHAFT.

 

 

 

 

Zuhören | Mitmachen | Unterstützen

Wer hat Lust, einem Interview zwischen Stefan und Stephanie zu lauschen? Stephanie hatte die Idee, Online-Weinproben zu veranstalten und wir dürfen sie auf ihren ersten Schritten  begleiten. Man kennt sich von früher (zuerst Kollegin bei Wackerbarth, später liebe Freundin und  dazwischen Vermittlerin einer großen Liebe ♥) – inzwischen hat es die junge Frau in andere Gefilde verschlagen. Die Neugier auf Wein und auf die Geschichten und Menschen, die es zu entdecken gilt, ist geblieben.

Stephanies Webseite: www.stephanies-wine.session.com

Das Interview findet ihr hier: https://stephanies-wine-session.podigee.io/1-stephanie-wine-talk?token=ZW4Hm2i_gOD_rh7E43d6Uw

Ja, da war es wieder – dieses Gefühl, dass Dinge gemeinsam mehr Spaß machen, dass man mehr bewegen kann, wenn man zusammen geht, wenn man Ideen, Menschen, Freundinnen, Partner … unterstützt!

Unterstützen dürfen wir auch die Aktion  „Vielfalt im sächsischen Tourismus erhalten“.  Mit dem Sachsenträume-Team arbeiten wir schon eine Weile gut und gerne zusammen.  Die Tourismus-Branche ist – neben der Gastronomie – besonders hart von den derzeitigen Einschränkungen betroffen. Deswegen haben wir keine Sekunde überlegen müssen, als Dominik Puschmann nach Unterstützung für seine Kampagne anfragte.  Ihr könnt helfen: kauft eines der Dankeschön-Pakete (z.B. das vom Winzer Bönsch :)) und unterstützt die Sachsenträumer und ihre regionalen Partner.

Uns haben die Dankeschöns jedenfalls überzeugt – wir haben spontan zwei Plätze der Abenteuerwanderung gebucht!

Hier geht es zur Kampagne: https://www.startnext.com/sachsentraeume 

Haltet durch! Bleibt gesund! Wir sehen uns!

WIR LIEBEN ES, WENN SICH MENSCHEN BEGEGNEN. DESWEGEN MACHEN WIR WEIN. MIT LEIDENSCHAFT.

Der Heilige mit der Martyrii Corona …

… besser bekannt als der heilige Pankratius, kann sich aus vielen unserer Reben keine Corona mehr basteln (die Märtyrer-Krone wurde aus Blüten und Blättern geflochten). Das hat er sich allerdings selbst zuzuschreiben – denn der Zweite der Eisheiligen-Combo hat irgendwann gegen 5.30 Uhr morgens richtig „aufgeräumt“.  In Niederwartha sieht es auf einem halben Hektar so aus:

Selbst die Frostruten sind futsch – als hätte ein See aus Frost im Tal gelegen, bis zu dessen Oberfläche ALLES erfroren ist …

Wir sind auf unseren anderen Lagen noch ziemlich glimpflich davongekommen – hat es doch viele unserer Winzerkolleg*innen – vor allem elbabwärts – schlimm erwischt. Auch die Nachrichten aus Saale-Unstrut oder Franken klingen besorgniserregend.

Eine positive Nachricht: unsere Idee, die frisch gepflanzten Spätburgunder-Reben in Meißen mit Pappbechern abzudecken, hat prima funktioniert. Alle „Babys“ haben überlebt!

 

WIR LIEBEN ES, WENN SICH MENSCHEN BEGEGNEN. DESWEGEN MACHEN WIR WEIN. MIT LEIDENSCHAFT.

Nachdenklicher Frühlingsbeginn

Der Frühling kommt, wir sind mit dem Rebschnitt durch und freuen uns am Erwachen der Natur. Jetzt heißt es, vorsichtig biegen – um den Reben optimale Startbedingungen zu geben.

Es scheint fast so, als wäre dies ein wunderbarer Jahresstart: mit Regen (da geht allerdings noch was!), mit viel Unterstützung, mit einer guten Ostsee-Klausurwoche, mit einer „durchgerockten“ Füll-Aktion, mit ersten schönen Weinbestellungen und einigen guten Nachrichten (Mauerbau in Meißen startet im April!). Wenn da nicht die „Sache“ mit dem Virus wäre …
Es wirkt alles etwas surreal und selbstverständlich gibt es unter unseren Mit- und Um-uns-herum-Menschen die Verunsicherten, die Leichtsinnigen, die Ignoranten, die Ruhigen und Besonnen, die Zyniker und Verschwörungstheorienaufsteller.
Wir sind sicher, dass „der Spuk“ in einigen Wochen vorbei sein wird. Wir persönlich behalten die Ruhe und freuen uns darauf, euch alle gesund wiederzusehen. Allerdings wissen wir auch, dass wir Verantwortung für unsere Gäste tragen. Deswegen verschieben wir unsere Jungweinprobe auf den 1. Mai 2020. Ab 12 Uhr könnt ihr gemeinsam mit Stefan den Jahrgang 2019 durchprobieren (10€ Eintritt +10% Rabatt auf heutige Bestellungen) und wer mag, kann gern noch bleiben und das eine oder andere Gläschen im Hof trinken.

Inzwischen könnt ihr hier unsere Weine bestellen, wir bemühen uns um eine schnellstmögliche Lieferung im Großraum Dresden bzw. schnellen Versand in alle anderen Regionen.  

Und wenn wir uns etwas wünschen könnten? Dann vielleicht, dass ein wenig von der Nachdenklichkeit zurückbleibt, dass wir wieder lernen, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen, dass wir dankbar sind für Gesundheit und schöne Momente, in denen wir mit Freunden unbeschwert eine Flasche Wein genießen können. Vielleicht nimmt man sich mehr Zeit, um  miteinander zu reden, vielleicht gibt es die Wiedergeburt stundenlanger Festnetztelefonate, vielleicht denken wir darüber nach, aus welchen kurzsichtigen Erwägungen heraus unser Gesundheitswesen Gewinne erwirtschaften muss und welche regionalen Erzeuger*innen großartige Produkte auf unsere Tische und in unsere Gläser bringen.

Kommt alle gut durch diese Zeit, bestellt euch einen kleinen Weinvorrat für jahrelange Freude und bucht Urlaub im Erzgebirge (unsere Ferienwohnung hat auch noch einige freie Zeiten 🙂 )

Es grüßen euch herzlich Andrea + Stefan Bönsch

WIR LIEBEN ES, WENN SICH MENSCHEN BEGEGNEN.
DESWEGEN MACHEN WIR WEIN. MIT LEIDENSCHAFT.

Gute Nachrichten und ein Wermutstropfen

Nein, damit hatten wir nicht gerechnet! Da flatterte doch tatsächlich der 2. Vinum-Stern ins Haus oder besser ins kleine Weingut. Oder ins „große“ Weingut? Denn zu unserer Überraschung wurden wir gleich noch das Weingut des Jahres in Sachsen. Welche Ehre! Wir sind stolz und dankbar und denken in diesen Momenten vor allem an die vielen Menschen, die uns unterstützen – natürlich unsere Familien, die Freundinnen und Freunde, die Bönsch-Wein-Genießer, unsere Gastronom*innen, die Geschäftspartner*innen, Winzerkolleg*innen, Helfer*innen und Praktikant*innen oder unsere Nachbar*innen, die zum Ausschank vorbeikommen und ein Glas oder zwei trinken …

Danke, danke und nochmal danke! Ihr seid die besten!!!!!!!!!!!!

Obacht – hier kommt der Wermutstropfen: wir sind im Prinzip ausverkauft, zumindest was die 2018er Weißweine betrifft. Vielleicht sehen wir uns also zum Langebrücker Weihnachtsmarkt – bald ist Glühweinsaison?!

In diesem Sinne „PROST!“
Stefan & Andrea Bönsch

Hier geht es zur Pressemeldung des Vinum Weinguide 2020
Hier könnt ihr den Artikel der Dresdner Morgenpost nachlesen